Alles, was Sie über „die Kraft“ wissen müssen, die eine stabile Palette im Innersten zusammenhält

Geposted von Bob Lemmen

palletstabilisatieDie Stabilität einer Palette steht und fällt mit der richtigen Containment Force. Diese Containment Force ist der Schlüssel zum sicheren und stabilen Transport Ihrer Ladungen und ganz entscheidend, um Transportschäden zu vermeiden. Die Containment Force hält die Ladung nämlich zusammen und wird nicht umsonst auch Hugging Pressure (wörtlich „Umarmungsdruck“) genannt. Da jeder Hersteller und Frachtführer seine Güter am liebsten schadenfrei und im Originalzustand zum Kunden bringen möchte, geht es in diesem Blog um die Containment Force. Unter anderem verrate ich Ihnen, was diese Variable genau beinhaltet. Ich erkläre, welches die richtige Containment Force für Ihre Ladungen ist, und gebe Ihnen einige praktische Tipps zum Wickeln von Ladungen an die Hand.

Was ist die Containment Force?

Bevor wir dazu übergehen, wie Sie die Containment Force für Ihre Ladungen messen, sollten Sie wissen, was die Containment Force eigentlich ist. Die Containment Force ist die Gesamtkraft der Follie auf die Ladung und errechnet sich aus der folgenden Formel:

Containment Force = Wickelkraft x Anzahl Folienschichten

Was genau bedeuten die Begriffe in dieser Formel und was bringt uns diese Formel? Die Wickelkraft ist die Kraft, mit der jede Folienschicht um die Ladung gewickelt wird. Je mehr Folienschichten um die Ladung gewickelt werden, umso höher die Wickelkraft. Die Containment Force ist somit die Gesamtkraft all dieser Folienschichten auf die Ladung. Der Begriff Hugging Pressure (wörtlich „Umarmungsdruck“) ist in diesem Zusammenhang also gar nicht so abwegig. Je fester die Ladung von der Folie „umarmt“ wird, umso größer ist die Containment Force und umso stabiler lässt sich die Ladung transportieren.

Die richtige Containment Force für Ihre Ladung

Je nach Gewicht und Stabilität gibt es für jede Ladung eine ideale Containment Force. Diese lässt sich am einfachsten aus den Erfahrungswerten mit dem Transport Ihrer Ladungen ableiten, doch gibt es auch allgemeine Richtlinien, die Ihnen weiterhelfen. Letztendlich geht es darum, das optimale Wickelmuster für Ihre Ladungen zu finden. Hierbei suchen wir die richtige Containment Force mit möglichst wenig Folie. Indem wir an bestimmten Stellen mehr Folienschichten anbringen, wird insgesamt nicht nur weniger Folie verbraucht, sondern die Ladung wird auch an bestimmten Stellen fester zusammengehalten. So ist es beispielsweise wichtig, dass Ladung und Palette fest miteinander verbunden sind, indem man sowohl die Ladung als auch die Palette mit Folienschichten umwickelt.

Benutzt man hierzu einen (halb-)automatischen Stretchwickler, bieten sich ungezählte Möglichkeiten, die Wickelkraft, die Anzahl Umwicklungen und die Wickelgeschwindigkeit einzustellen. Auch bei der Folie hat man verschiedene Optionen. Um die richtige Containment Force zu erzielen, muss man oft ein wenig mit den einzelnen Variablen experimentieren. Ändert man nämlich eine der Variablen, muss man gewöhnlich auch eine andere Variable anpassen, um wieder die gewünschte Wickelqualität zu erhalten. Einfach zusätzliche Folienschichten hinzufügen ist jedenfalls nicht immer die Lösung für stabilere Paletten. Ein Experte kann Ihnen helfen, die richtigen Einstellungen für Ihre Ladungen zu finden.

Messen Sie die Containment Force an drei Stellen

Eine korrekt umwickelte Ladung weist über die gesamte Außenfläche die richtige Containment Force auf. Erst wenn die Containment Force in allen Punkten stimmt, ist die Ladung bereit für den sicheren Transport. Die Frage ist nur, wann die Ladung denn korrekt umwickelt ist. Dies lässt sich feststellen, indem man die Containment Force in verschiedenen Punkten an der Ladung misst: unten, in der Mitte und oben an der Palettenladung. Reicht die Containment Force? Wenn nicht, muss die Wickelkraft oder die Anzahl Schichten erhöht werden. Beginnen Sie aber immer mit der Wickelkraft. Zusätzliche Folienschichten bedeuten nämlich auch höhere Verpackungskosten. Erst wenn die Wickelkraft nicht weiter erhöht werden kann, weil sich die Ladung beispielsweise eindrückt oder die Folie reißt, kann die Anzahl Folienschichten erhöht werden. Es zeigt sich also: Maschinen können immer mehr Abläufe automatisieren, doch ohne Menschenverstand geht es nicht. 

Beschränken Sie die Transportschäden auf ein Mindestmaß!

Zur Ermittlung der richtigen Containment Force kommt man nicht umhin, eine Reihe von Tests durchzuführen und regelmäßig zu messen, ob weiterhin alles stimmt. Mit einem halbautomatischen Stretchwickler ist es in jedem Fall ein gutes Stück leichter, konstant richtig zu wickeln, stabile Paletten zusammenzustellen und somit die Anzahl Transportschäden deutlich zu verringern. Solange die Maschine richtig eingestellt ist, sind die Ladungen bestens für einen sicheren und stabilen Transport vorbereitet. Möchten Sie mehr erfahren über die Zusammenstellung stabiler Paletten? Dann laden Sie hier den Leitfaden zur Palettenstabilisierung herunter.

 

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Dieser Beitrag wurde am 19. September 2019 veröffentlicht und am 19. September 2019 aktualisiert.

Topics: Stretchwickler, Stretchwickeln, Transportschaden, palettenstabilität

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